
HistorieKredite über eine längere Laufzeit werden gegenwärtig überwiegend zu variablen Zins –
Sätzen abgeschlossen. In der EURO – Zone ist der EURIBOR der Referenzzinssatz. Kredite werden zu EUROBOR (3 Monate) zuzüglich eines Aufschlages zwischen 0,3 und 1,0 % herausgereicht. Seit Ende der 80’er kommen aber auch zunehmend Kredite in fremder Währung auf den Markt. Man will damit vom internationalen Zinsgefälle profitieren. Zu Anfang waren es nur die internationalen Großkonzerne, die sich diverser Währungen bedienten; privaten Investoren war der Markt nur bedingt zugänglich. Das hat sich jetzt geändert: Vorreiter ist Österreich, dort valutieren bereits 40 % aller Hypotheken in fremder Währung. Als Referenz hält der LIBOR her. Gängige Währungen bei Krediten auf Libor – Basis sind u.a. der Schweizer Franken (SFR) und der Japanische Yen (JPY).
Nebenstehende Charts zeigen die Zinsentwicklung (LIBOR JPY und EURIBOR) der letzten 10 Jahre. Der EUROBOR schwankte zwischen 2 und 5%; der LIBOR zwischen 0 und1%. Die Zinsdifferenz zwischen den beiden Währungen bewegte sich zwischen 2 und über 4%. Derzeit (heute, 08.10.08) liegt der LIBOR (JPY) bei 1,09% - der EURIBOR bei 5,39%, Differenz: über 4%! Tendenz steigend! LIBOR – Angebote liegen uns von 2% und EURIBOR von 5,5% vor. Das macht immer noch eine Spanne von 3% aus (Obwohl der LIBOR mit einem höheren Aufschlag gehandelt wird). Mithin ergibt sich hieraus eine deutliche Zinsersparnis.
Einige kurze Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit:
Herr G. hat im Frühjahr 2004 sein Haus in Denia gekauft. Wie die meisten hat er sein Haus zu einem variablen Zinssatz finanziert. Allgemein üblich wird als Referenz –Zinssatz der EURIBOR zugrunde gelegt.Im Frühjahr 2004 ist er auf Anraten eines guten Bekannten mit seiner Haus -Finanzierung auf EURIBOR – Basis auf Yen –LIBOR umgestiegen. Der Grund dafür: Dieser LIBOR Zinssatz lag damals bei 0,2 % - der EURIBOR – Zins bei 2,5%! Was aber wenn der YEN gegenüber dem EURO im Kurs steigt?
Um diesem Risiko aus dem Weg zu gehen, hat Herr G. ein multicurrency Darlehen abgeschlossen. Die Bank rechnet einen etwas höheren Aufschlag; der Vorteil: Herr G kann jederzeit (binnen 3 Monate) in eine andere günstigere Währung wechseln.
Das ganze in Zahlen:
Kredit 500.000 EURO machte circa 65.000.000 YEN
In diesen 4 Jahren hat er im Durchschnitt 1,6 % Zinsen bezahl: rund 32.000 EURO in 4 Jahren. Das gleiche Darlehen hätte bei einer spanischen Bank mindestens 64.000 –also schon einmal das doppelte gekostet
Vorteil: 100% =32.000 EURO
Im April 2008 stand der YEN bei 160 EURO
Herr G. hat die Gunst der Stunde genutzt und sein Darlehen zurückgezahlt:
Die Abrechnung sah dann so aus:
Kredit 2008 65.000.000 YEN / 160 = 406.250 EURO
Erhalten 2004 65.000.000 YEN /130 = 500.000 EURO
Gewinn circa 19 % in 4 Jahren 93.750 EURO
Die aktuelle FinanzkriseDas linke Schaubild zeigt, dass eine Finanzierung in schweizer Franken aktuell unter dem EURIBOR-Zinssatz liegt. Das Hauptrisiko einer Finanzierung in Fremdwaehrung liegt im Wechselkursverlust. Sollte der EURO gegenueber dem schweizer Franken an Wert verlieren, so kann das u.U. herbe Verluste einbringen. Das Waehrungsrisiko jedoch zum einen versicherbar, zum zweiten kann man sich dagegen auch strategisch absichern, indem man etwa kurzfristig in eine andere Waehrung wechselt.

Der japanische Yen hat im Zuge der Turbulenzen auf den westlichen Kapitalmaerkten gegenueber EURO und USD in den letzten Monaten deutlich gewonnen. Mittelfristig ist zu erwarten, dass das Kursziel von Euro (161 YEN) wieder erreicht wird.
Beurteilung/ gute Chancen.
Finanzierungsvergleich von powerhyp





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